16.02.07

GSM-Betreiber basteln an der Handy-Geldbörse

Allgemein


Unter dem Namen “Pay-Buy Mobile” wurde von der GSM Association eine Entwicklungsinitiative gestartet, um kontaktlose Zahlungsmöglichkeit am Mobiltelefon via Near Field Communcation (NFC) weltweit voran zu treiben. Vierzehn Mobilnetzbetreiber nehmen an der Initiative teil, die sich zum Ziel gesteckt hat, einen gemeinsamen globalen Standard für diese Finanz-Transaktionen zu erarbeiten, um diese systemübergreifend zu integrieren. “Das Mobiltelefon wird zunehmend zu einem essentiellem Life-Management-Werkzeug der User”, erläutert Rob Conway, CEO der GSM Association. “Die Anwender werden von der ins Mobiltelefon integrierten Zahlungsfunktion profitieren. Sie werden Artikel in einer sicheren und bequemen Weise, komfortabel vom eigenen Mobiltelefon aus, bestellen und endgültig dicke Geldbörsen voller Scheine und Münzen aus ihren Taschen verbannen.”

Zwar sind schon verschiedene Formen von Mobiltelefon-Zahlungsstudien und Bezahlungs-Services angekündigt, Pay-Buy Mobile sei jedoch der erste wirklich globale Ansatz zur Vereinfachung von Zahlungen via Mobiltelefon. Sichere, transparente Zahlungen werden mithilfe einer im Mobiltelefon eingesetzten SIM-Karte beziehungsweise einer Universal-Integrated-Circuit-Card (UICC) und der NFC-Technologie durchgeführt. Am Ende soll ein interoperabler und transparenter Service für Mobilfunkkunden, Finanzinstitutionen und Banken stehen, heißt es in einer entsprechenden Aussendung. Diese Lösung werde die Bemühungen der wichtigen Kreditkartenunternehmen weiter voranbringen, die Spezifikationen entwickelt haben, mit denen die globale Interoperabilität zwischen Chipkarten und Point-of-Sales-Terminals sichergestellt werden kann.

“Durch die Kombination der Kredit- bzw. Kundenkarten-Technologie mit dem Sicherheitsniveau einer SIM-Karte und der NFC-Technologie, vereinfachen wir die Nutzung des Mobiltelefons als Zahlungsmedium”, sagt Stein Hansen, Chairman des GSMA-Executive-Management-Committee. “Das Mobiltelefon hat sich zum allgegenwärtigen und einem hochgradig funktionalen Gerät gemausert, das der Verbraucher zu weit mehr als nur zum Telefonieren nutzt. Täglich einfache Zahlungen mit dem Mobiltelefon zu machen, stellt einen logischen nächsten Schnitt dar, und Mastercard ist stolz darauf, zur Umsetzung beizutragen”, meint Art Kranzley, Group Executive Advanced Payments bei Mastercard.

NFC stößt bei vielen Unternehmen und Branchen auf großes Interesse. Unter dem Namen StoLPaN (Store Logistics and Payment with NFC) wurde kürzlich ein gesamteuropäisches Konsortium gegründet, das den Aufbau einer offenen Architektur für die Entwicklung und den Einsatz von NFC-fähigen Anwendungen in mobilen Endgeräten weiter vorantreiben soll. “Die erste Aufgabe ist es, einheitliche Geschäftsregeln zu schaffen, die für den NFC-Einsatz in jedem potenziellen Markt gelten”, erklärte Alexander Tarzi, Sprecher des NFC-Entwicklers NXP, gegenüber pressetext. An der FH Hagenberg wird derzeit ein großer Feldversuch durchgeführt, um den praktischen Einsatz von NFC im Alltag zu testen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070117028 ).

Quelle: Pressetext

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Ein Feedback zu "GSM-Betreiber basteln an der Handy-Geldbörse"
Sascha

Also die Idee einer Handy-Geldbörse ist sehr gut und wird sich langfristig auch durchsetzen. Nur sollten die Entwickler darauf achten, das Ganze zu 100% sicher zu machen. Denn verliert man irgendwann mal sein Handy, ist nicht nur das tolle Mobiltelefon samt Nummer weg, sondern auch die Geldbörse…



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