23.01.07

Mobilfunkanbieter forcieren Indoor-Telefonie

Allgemein


Um das Festnetz weiter zurückzudrängen, werden sich die Mobilfunkanbieter im kommenden Jahr verstärkt auf den Ausbau der Indoor-Telefonie konzentrieren. Das geht aus der aktuellen Deloitte-Studie “TMT Trends 2007″ hervor, die künftige Trends in den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikation beleuchtet. “Stand bislang die größtmögliche geografische Abdeckung im Vordergrund, so geht es künftig im Zuge der Substitution des Festnetzes durch Mobiltelefonie darum, die Qualität von Gesprächen innerhalb von Gebäuden bzw. aus Gebäuden heraus kontinuierlich zu steigern”, erklärt Andreas Gentner, Partner im Bereich TMT bei Deloitte.

Der deutsche Branchenprimus T-Mobile hat das Thema Indoor-Versorgung bereits auf seiner Prioritätenliste. “Wir sind in diesem Bereich schon ganz gut unterwegs und sehen wenig Nachholbedarf”, heißt es aus dem Konzern auf Anfrage von pressetext. Zur Verbesserung der Gesprächsqualität achte T-Mobile etwa darauf, dass die Mobilfunkzellen nicht so groß seien, so dass die Signale auch in Gebäuden stark genug blieben. In stärker abgeschirmten Häusern, wie Bürogebäuden, seien außerdem sogenannte Indoor-Repeater im Einsatz.

Zwar bleiben Sprachtelefonie und SMS der Studie zufolge auch weiterhin die wichtigsten Ergebnisbringer im Mobilfunkbereich. Ebenfalls als hochprofitabel erweisen sich auch Klingeltöne und Downloadangebote. Die Festnetzbetreiber setzen dagegen vermehrt auf Komplettangebote, einschließlich Fernsehen via Internet (IPTV). Gentner empfiehlt den Anbietern jedoch, alle Möglichkeiten zur Differenzierung von der bestehenden Fernsehlandschaft auszuschöpfen, anstatt nur verfügbare Formate über einen weiteren Duistributionsweg auszustrahlen.

Einen Umbruch sagen die Analysten der Technologiebranche voraus. Statt der Integration immer neuer Funktionalitäten soll die Benutzerfreundlichkeit stärker in den Vordergrund rücken. “Technologische Innovationen werden künftig in erster Linie dazu eingesetzt, Geräte zu vereinfachen und ihre Bedienung komfortabler zu gestalten”, heißt es dazu in der Studie. Darüber hinaus gewinnt das Thema Datensicherheit an Bedeutung. Wie die Unternehmen, die auch aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zu umfangreicheren Backups gezwungen seien, würden auch die Verbraucher intensivere Datensicherungsmaßnahmen ergreifen. “Für die Anbieter entsprechender Lösungen bedeuten diese Entwicklungen natürlich beeindruckende Wachstumschancen”, so Dieter Schlereth, Geschäftsführender Partner bei Deloitte.

Im Mediensektor werde die Bedeutung sozialer Netzwerke weiter zunehmen, prognostizieren die Analysten. “In diesem Jahr werden wir eine weitere Professionalisierung der Innovationen des vergangenen Jahres wie der unterschiedlichen Netzwerke von den Kontaktbörsen bis hin zu den virtuellen Welten sehen, meint Gentner. Zudem sollen Angebote etwa für ältere Teilnehmer neue Zielgruppen erschließen und eine erhöhte Wertschöpfung generieren. “Aber vor allem schreitet die Verschmelzung der drei klassischen Sektoren in großen Schritten voran - Konvergenz ist und bleibt weiterhin das Motto der TMT-Branche”, so Gentner.

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