13.12.06

Handykauf verläuft nach Glücksprinzip

Handy


Der Kauf eines Mobiltelefons ähnelt oftmals einem Glücksspiel. Wie ein Test des Fachmagazins inside-handy gezeigt hat, werden Kunden von den Verkäufern meist nur unzureichend beraten. Die Mängel im Fachhandel sind nach wie vor nicht zu übersehen. Von insgesamt 104 geprüften Shops erreichten nur 37 das Urteil “gut oder sehr gut”. 53 Fachgeschäfte wurden hingegen nur als “zufrieden stellend” oder “befriedigend” bewertet und 14 Läden erhielten gar die Note “mangelhaft”. “Die Gründe für die häufig schlechte Beratung sind unterschiedlich. Einerseits sind viele Verkäufer unzureichend ausgebildet oder zu sehr verliebt in ihre Ware, um auf den Kunden einzugehen. Andererseits ist der Vertriebsdruck seitens der Mobilfunkanbieter oft extrem hoch”, erklärt Jan Freynick, Geschäftsführer der inside-intermedia, im Gespräch mit pressetext.

Sowohl in Bezug auf die technischen Funktionen als auch das Tarifmodell betreffend werden potenzielle Handykäufer nicht ausreichend informiert. Oft können die Verkäufer nicht verständlich erklären, wie ein bestimmtes Gerät funktioniert bzw. welcher Nutzen sich hinter den Fachbegriffen für den Kunden verbirgt. “Die Mitarbeiter gehen gar nicht auf den Käufer ein. Sie wollen meist möglichst schnell irgendein Handy zu irgendeinem Tarif anbringen”, sagt Freynick. Der Kunde verlasse den Shop häufig mit dem Gefühl, sich überhaupt nicht auszukennen.

Durch derart schlechte Beratung vergebe der Handel gerade jetzt in der umsatzstärksten Zeit seine Chancen. Denn nur mit einer guten und fundierten Beratung können die Kunden langfristig gebunden werden. “Die mangelhaften Informationen fallen den Käufern, die in mehreren Shops unterwegs sind, natürlich auf”, so Freynick gegenüber pressetext. Wer nicht in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiere, rationalisiere sich selbst weg, weil die Kunden davonlaufen. Die Unternehmen sparen hier oft am falschen Punkt und zeigen sich wenig weitsichtig.

Um als Käufer dennoch nicht das Nachsehen zu haben, rät Freynick, sich vorab zu informieren und vorbereitet in den Laden zu gehen. “Auf inside-handy kann man zum Beispiel mittels Handy- und Tarifrechner genau bestimmen, was das Beste für einen selbst ist.” Im Shop könne der Kunde dann ruhig mutig sein und ganz klar seine Wünsche äußern. Natürlich sollte man sich auch darüber klar werden, welches Telefonierverhalten man an den Tag legt, um das passende Tarifmodell zu finden.

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Ein Feedback zu "Handykauf verläuft nach Glücksprinzip"
Thomas

Sicherlich sind viele Verkäufer im Fachhandel nicht optimal ausgebildet und denken nur an die eigenen Provisionen, aber oftmals ist es auch so, dass die Kunden selber nicht wissen was sie wollen bzw. brauchen. Viele Kunden sehen ein neues Handy - sei es in der Werbung oder bei einem Bekannten - und wollen dieses Handy möglichst schnell haben. Sie gehen mit dem Ziel in den Handyladen dieses Gerät möglichst günstig zu erwerben und am besten mit einem Tarif, der sehr niedrige monatliche Fixkosten hat. Leider wird bei dieser Überlegung das eigene Telefonierverhalten entweder überhaupt nicht berücksichtigt oder es wird gehofft, dass man diesen Vertrag hauptsächlich für die eigene Erreichbarkeit nutzt. Das böse erwachen, folgt dann meist, wenn man die Karte doch etwas intensiver zum Telefonieren nutzt und die erste bzw. ersten Rechnung(en) bekommen hat. Denn es ist nun mal so, die Tarife mit den niedrigsten monatlichen Fixkosten haben i.d.R. die höchsten Verbindungskosten. Die Konsequenz ist, dass sich der Kunde mit seinem Tarif auseinander setzt, die oftmals viel zu hohen Verbindungspreise sieht und nach günstigeren Alternativen sucht. Diese findet er meist bei den sogenannten Discount-Anbietern sei es simyo, blau, Tschibo oder wie sonst noch alle heißen. Das nachsehen haben die Netzbetreiber bzw. Serviceprovider, die so wieder eine “Karteileiche” mehr in Ihrer Kundendatenbank haben. Leider haben auch die sogenannten Wenigtelefonierer das Nachsehen, da die Tarife für Wenignutzer dadurch entweder ganz abgeschafft werden oder aber nur noch mit einer so geringen Provision angeboten werden, dass es unmöglich ist interessante Angebote mit diesen Tarifen zu machen.

Ich kann nur raten, wenn man schon sein Handy im Fachhandel und nicht über das Internet kauft, sollte man sich beraten lassen und auch wenn es schwer fällt, für ein paar Minuten einfach das neue Handy vergessen und sich einfach auf die Vertragskonditionen konzentrieren. Am besten ist sein eigenes Telefonierverhalten mit Hilfe der letzten 3 Mobilfunkrechnungen zu analysieren oder wie schon von nils empfohlen den Tarifrechner auf inside-handy zu nutzen.



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