02.11.06

Intelligenztest für Handybrowser

Allgemein


Der norwegische Handybrowser-Spezialist Opera hat einen Testaufruf für die geplante Version 3.0 von Opera Mini gestartet. Interessierte Anwender sind ab sofort eingeladen, die Betaversion des erfolgreichen Handybrowsers kostenlos auf ihrem Mobiltelefon zu installieren und auszuprobieren. Mit der Aktion will Opera Anwender-Feedback zu neuen Funktionen wie die Unterstützung von RSS-Feeds und Foto-Blogging. Im Zentrum des Interesses steht dem Unternehmen zufolge allerdings der verbesserte Intelligenzquotient des Browsers. So soll Version 3.0 in der Lage sein, Webinhalte eigenständig nach ihrer Relevanz für Anwender aufzubereiten.

“Die meisten Webseiten bestehen aus mehreren Frames, deren Inhalte auf dem Handy vertikal nacheinander aufgelistet werden”, erklärt Tor Odland, Communications Director bei Opera, im Gespräch mit pressetext. “Das Problem dabei ist aber, dass manche Frames wie die Menüführung oder weiterführende Links für Anwender nicht von primärem Interesse sind”, so Odland weiter. Die neue Funktion “Content Folding” soll daher gewährleisten, dass der Browser intelligenterweise die maßgeblichen Inhalte, also die Text- und Artikelbeiträge auf einer Seite in der vertikalen Auflistung vorreiht. Damit soll das mobile Surferlebnis weiter verbessert werden, sind die Opera-Entwickler überzeugt.

Das zeitlich begrenzte Bereitstellen der Betaversion 3.0 sieht man beim Unternehmen als gute und wichtige Möglichkeit, Anwender in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen und das Funktionieren des Browsers in der Praxis zu gewährleisten. “Jeder, der ein derartiges Produkt entwickelt, muss dieses auch in realen Umgebungen testen. Für unsere User bedeutet dies, dass sie schon vorab eine Weile mit den neuen Funktionen herumspielen können”, so Odland. Für bestehende Anwender der Vorgängerversion Opera Mini 2.0 ist ebenfalls vorgesorgt. Die Beta installiert sich als parallele Applikation und funktioniert komplett unabhängig und ohne Auswirkungen auf bestehende Bookmarks und Einstellungen der Vorgängerversion. Der Download erfolgt über WAP unter der Adresse “beta.mini.opera.com”.

Die eigene Geschäftsentwicklung im mobilen Sektor bezeichnete der Opera-Sprecher gegenüber pressetext als “sehr erfreulich”. So erzielt Opera mittlerweile über die Hälfte seiner Einnahmen über die Verbreitung seiner beiden mobilen Browser-Produkte Opera Mini und der PDA-Variante Opera Mobile. Das norwegische Unternehmen profitiert eigenen Angaben zufolge dabei von einem sehr vielfältigen Geschäftsmodell. Neben Einkünften aus der im Browser integrierten Suchfunktion gibt es eine Reihe von Lizenzabkommen mit Netzbetreibern und Geräteherstellern, die Opera Mini immer häufiger auf Geräten vorinstalliert unter ihre Kunden bringen. Darüber hinaus setzt Opera weiterhin auf die Verbreitung der mobilen Browserversionen über die eigene Homepage.

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