05.10.06

Mobilfunk wird regional

Handytarife


In Deutschland startet mit Donnerstag, dem 5. Oktober, erstmals eine regionale Mobilfunkmarke. In Schleswig-Holstein führt das Diversifikationsunternehmen Radio Business to Consumer (RBC) gemeinsam mit dem Radio-Vermarkter Mach 3 und Radio Schleswig-Holstein (R.SH) den Handytarif igge & ko ein. Im Unterschied zu anderen Anbietern ist die Marke regional verankert und bringt den Kunden in diesem Gebiet einen speziellen Preisvorteil. Grundsätzlich kann aber deutschlandweit jeder Handynutzer den Tarif verwenden. “Vor allem für diejenigen, die viel in das Festnetz von Schleswig-Holstein telefonieren, bietet der Dienst spezielle Vorteile. Auch von außerhalb ist der Tarif eine echte Alternative”, erklärt Henning Klawiter, PR-Senior-Berater von RBC, gegenüber pressetext.

Ein regionales Modell könne vor allem dort reüssieren, wo eine landsmannschaftliche Identität besteht. “Als Vorreiter für dieses grundsätzlich übertragbare Modell bietet sich Schleswig-Holstein besonders an”, so Klawiter weiter. Durch die Partnerschaft mit R.SH kann die Mobilfunkmarke die emotionale Bindung zwischen Radiosender und Hörerschaft für sich nutzen. Deshalb ist auch der Werbeslogan ganz auf das Bundesland ausgerichtet und wendet sich mit “igge & ko. Mobil telefonieren in Schleswig-Holstein” an die lokale Kundschaft. Der Vorteil gegenüber einem überregionalen Betreiber sei neben den Tarifbegünstigungen auch das Identifizierungspotenzial. “igge & ko ist im Gegensatz zu anderen Anbietern im global organisierten Markt eine Marke, die Verbundenheit mit der eigenen Herkunft artikuliert”, meint Klawiter im Gespräch mit pressetext.

Das Modell sei völlig neuartig und noch nirgendwo anders versucht worden. Bis Ende 2007 wollen sich die Initiatoren einen Marktanteil im unteren einstelligen Prozentbereich erarbeiten, sagt RBC-Geschäftsführer Klaus Gräff. Telefonate ins Festnetz innerhalb des Bundeslandes sowie zwischen igge & ko-Kunden kosten 24 Stunden am Tag immer gleich neun Cent in der Minute. Gespräche in das deutsche Festnetz werden mit 19 Cent pro Minute verrechnet und in andere Mobilfunknetze zahlt der Nutzer 29 Cent pro Minute. Das alles bei einem Mindestumsatz von fünf Euro im Monat. Derzeit sind Handys und Verträge über telefonische Bestellung sowie das Internet erhältlich.

Der Name der Mobilfunkmarke lässt sich ebenfalls auf die Region zurückführen. Der Begriff “igge” steht für Küste und “ko” bedeutet Kuh auf Friesisch. Im Radiospot für den neuen Handytarif werben naturgemäß Schleswig-Holsteiner, die sich damit gleichermaßen hinter ihre Region wie auch die Marke stellen. Zudem sollen Plakate, Printanzeigen, Werbebanner im Internet, Promotionteams, Merchandising und Direct Mail dafür sorgen, dass igge & ko populär wird. Bleibt abzuwarten, ob das regionale Modell auf andere Bundesländer übergreifen wird.

Quelle: Pressetext

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