06.09.06

Designerhandy baut auf OLED-Technologie

Handy


Die Display-Spezialisten von dioVision haben ihre neueste Vision auf dem Handysektor vorgestellt. Beim Chamäleon-Handy mit dem Namen OLED dioVision mobile besteht die gesamte Front des Telefons aus einem zweigeteilten Display. Sowohl der Hauptbildschirm als auch die selbstleuchtende variable Bedienoberfläche basieren auf OLED-Technologie. Dadurch entstehe ein individueller, optischer Leckerbissen, der dazu noch alle Anzeigen auf den Hauptdisplay mit echter Raumwirkung darstelle, so die Designer in einer entsprechenden Aussendung.


Aufgrund ihrer technologischen Vorteile könnten OLEDs (Organische Licht emittierende Dioden) schon bald die derzeit dominierenden TFT-LCDs von den Handybildschirmen verdrängen. OLEDs sind heller, dünner und weisen eine kürzere Reaktionszeit auf. Bereits 2007 soll die Nachfrage nach Passive Matrix (PM) OLEDs massiv anziehen. Bisher haben sich die Handyhersteller allerdings trotz der technologischen Überlegenheit vor einem breiteren Einsatz von OLEDs gescheut.

Praktisch jede Abbildung kann in das dioVision-Handy eingelesen und auf der Front zusammen mit den sensitiven Bedienfeldern, durch die OLED-Folie selbstleuchtend, dargestellt werden. Durch die nach innen gekrümmte Oberfläche des Hauptdisplays, die bei Inbetriebnahme automatisch von der Plano-Ausgangsposition zu dioVision wechselt, entstehe ein unvergleichlicher Raum-Effekt, der Spielen, Standfotos und Video/TV-Aufnahmen eine bislang unerreichte Tiefenwirkung verleiht.

Das Handy selbst sei flach und handlich, so die Designer. Bilder können im Hoch- und Querformat durch dioVision räumlich dargestellt werden. Der Empfang von TV und Internet sei somit unproblematisch möglich. Das Handy ist Multi-Communicator mit integrierten Funktionen wie MPEG-Musik, TV, Internet, Foto/Video und Game-Handheld. Das Chamäleon-Telefon existiert derzeit noch als Design-Studie. Praktische Anwendung soll es zu PR- und Werbezwecken finden.

Mithilfe der OLED-Technologie arbeiten Designer, Forscher und Entwickler an völlig neuartigen Konzepten. Forschern der Technischen Universität Braunschweig ist es gelungen, einen komplett transparenten Bildschirm zu realisieren. Um farbige Bilder und andere elektronische Informationen auf klaren Glasscheiben oder flexiblen durchsichtigen Folien darzustellen, kommen durchsichtige Pixel auf Basis organischer Leuchtdioden (OLEDs) zur Anwendung.

Die russischen Designer von Art.Lebedev haben eine kleine OLED-Tastatur entwickelt, wobei mit lediglich drei Tasten verschiedene Programme bedient werden können, so die Designer. Die Tastenbelegung wechselt hierzu nach Bedarf. Druckerhersteller Epson bastelt an einen Druckkopf, wobei die OLED-Technologie als Lichtquelle genutzt werden soll. Diese liefere eine bessere Qualität als Laserdrucker, so Epson.

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