24.08.06

Handy-Markt wächst Weltweit um 18 Prozent

Allgemein


Nokia und Motorola behaupten Führungspositionen

229 Mio. Handys wurden im zweiten Quartal 2006 weltweit verkauft. Mit 18,3 Prozent ist dies zwar eine geringere Wachstumsrate als im ersten Quartal (23,8 Prozent), trotzdem rechnen die Analysten des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner bis Jahresende mit 960 Mio. verkauften Mobiltelefonen. Die aktuelle Studie zum weltweiten Handy-Markt weist aufstrebende Märkte wie Indien, China und Vietnam als globalen Wachstumsmotor der Branche aus. Demnach bewirkten niedrige Einstiegspreise und daraus folgende Expansionen der Händler im asiatisch-pazifischen Raum rasante steigende Neukundenakquisitionen. Die Wachstumsrate der Handy-Verkäufe lag bei 5,4 Prozent, demnach wurden insgesamt 67,9 Mio. Handys in der Region abgesetzt. Auch im zweiten Quartal sicherten sich Nokia und Motorola die Führungspositionen unter den weltweiten Handy-Herstellern.


Neben dem asiatischen Markt überzeugten auch Osteuropa, der Mittlere Osten und Afrika mit einer deutlich gesteigerten Wachstumsrate von 20 Prozent. 42,5 Mio. der hier verkauften Mobiltelefone entfielen dabei auf die Region Mittlerer Osten und Afrika. In Lateinamerika behauptete sich Brasilien mit einem regionalen Marktanteil von 28 Prozent erneut als führender Handyabsatzmarkt. Insgesamt legte der lateinamerikanische Handy-Markt um sieben Prozent zu (28,2 Mio. verkaufte Handys).

Die Studienautoren sahen sowohl in Westeuropa als auch in Nordamerika Probleme bei der Neukundenwerbung. Für die Netzwerkanbieter stellte es eine Herausforderung dar, die Zahl der Neuakquisitionen auf dem Level der vergangenen Quartale zu halten. “Die Marktdurchringung ist in beiden Märkten bereits sehr hoch, deshalb ist es für die Anbieter schwer, neue Kunden zu akquirieren. Die Tendenz geht dazu, alte Handys durch neue zu ersetzen anstatt vollkommen neue Verträge zu unterzeichnen”, erklärt Carolina Milanesi, leitende Analystin bei Gartner in England, im Gespräch mit pressetext. Künftig würden die Anbieter demnach den Wettbewerb von der Entwicklung neuer Handys auf den Service- und Preissektor verlagern.

Der westeuropäische Markt verzeichnete neun Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr, die Anzahl der verkauften Handys lag bei 41,1 Mio. Die Studienautoren gehen davon aus, dass die europäischen Kunden auf die Einführung neuer Produkte warten, weshalb die Verkaufszahlen mit der Annäherung des Weihnachtsgeschäftes steigen sollten. Die Verkaufszahlen in Nordamerika gingen um 3,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2006 zurück. Auch hier hatten die Anbieter Schwierigkeiten, die Anzahl der Neukunden weiterhin hoch zu halten, insgesamt wanderten 38,6 Mio. Handys über den Ladentisch.

Während Nokia den Weltmarktanteil um zwei Prozentpunkte auf 33,6 Prozent steigern und damit seine Marktführerschaft erneut ausbauen konnte, warnen die Studienautoren den Hersteller davor bei der Vermarktung neuer Mobiltelefone zu sehr auf Zusatzfunktionen zu setzen. Nokia solle auch jenen Kunden Aufmerksamkeit schenken, die mehr Wert auf das Äußere als auf die Funktionalität ihrer Handys legen. “Nach Regionen geteilt kann man sagen, dass europäische Kunden eher auf die Optik der Mobiltelefone Wert legen, während man in Nordamerika eher praktisch orientiert ist und auf die technischen Funktionen achtet”, erläutert Milanesi.

Motorola bleibt die weltweite Nummer zwei, konnte jedoch seinen Marktanteil um 4,2 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent steigern sowie die Marktführung in Nord- und Lateinamerika verteidigen. Die weiteren Plätze belegen Samsung mit 11,1 Prozent Marktanteil und 25,5 Mio. verkauften Handys, Sony Ericsson mit 6,7 Prozent (15,3 Mio.) sowie LG mit 6,3 Prozent des Anteiles am Weltmarkt (14,4 Mio.).

Quelle: Pressetext

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