22.08.06

Handybetreiber bremsen Mobile-Games-Markt

Handygames


Der Markt mit Handy-Games wächst weltweit. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) rechnet damit, dass der weltweite Mobile-Games-Markt gemeinsam mit Online-Spielen noch 2006 die Marke von sechs Mrd. Euro knacken wird. Der Verband erwartet, dass allein der weltweite Umsatz mit Spielen fürs Handy um 53 Prozent von 1,7 Mrd. Euro im Vorjahr, 2006 auf 2,6 Mrd. Euro ansteigen wird. “Mit den mittlerweile leistungsstarken Handygeräten, die mit der Playstation I mithalten können, wird Mobile Gaming auf jeden Fall ein Riesenmarkt werden”, meint auch Uwe Wütherich, Creative Director beim Mobile Games Entwickler Fishlab, im Gespräch mit pressetext.


“Von allen mobilen Inhalten, die wir anbieten, sind Mobile Games Umsatzbringer Nummer eins. An zweiter Stelle stehen Klingeltöne, gefolgt von Musik”, bestätigt auch Maritheres Paul, Sprecherin des Mobilfunkproviders Drei in Österreich, gegenüber pressetext. Im Europavergleich liegt der deutsche Markt an dritter oder vierter Stelle, so Manfred Gerdes, Mitglied des BITKOM-Präsidiums und Geschäftsführer von Sony Deutschland. 54 Mio. Euro haben die Deutschen für 15 Mio. Spieledownloads ausgegeben. Das entspreche zehn Prozent des europäischen Marktes, der einen Anteil von knapp einem Viertel des Weltmarktes hält.

“Wir sehen, dass es deutliche Zuwächse gibt”, so Wütherich. Trotz der guten Aussichten für den Markt müssen Hersteller und Entwickler von Mobile Games jedoch noch viele Hürden überwinden. “Für jedes Handy müssen die richtigen Applikationen entwickelt werden, denn fast jedes Handy funktioniert mit einem anderem Betriebssystem”, nennt Wütherich eine der Schwierigkeiten. Ein weiteres Problemkind ist der Vertrieb. Dort sehen sich die Hersteller mit der Schwerfälligkeit der Handybetreiber konfrontiert, da der Verkauf von Handy-Spielen über deren Plattformen laufe.

“Die Preise sind aufgrund der Downloadkosten, die uns die Provider aufbrummen, noch zu hoch”, sagt Wütherich, demzufolge die Provider zwei Drittel der Einnahmen einkassieren. “Wir bieten ein Spiel um fünf Euro an, der Kunde zahlt aber zehn Euro, wegen der Downloadgebühr der Provider”, so Wütherich weiter. Dennoch, die Umsätze steigen auch beim Hamburger Unternehmen Fishlabs, dass auf 3-D-Spiele und - Applikationen spezialisiert ist. Das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen wird auch bei der Games Convention, die am Mittwoch in Leipzig beginnt, vertreten sein.

Quelle: Pressetext

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